Papst Johannes Paul II. Neue Berufungen
Papst: Ohne Priester keine Kirche
Papst nimmt Stellung zum Welttag der geistlichen Berufe
Kein Mangel an Berufungen
In den neuen Gemeinschaften eine Blüte.
PAPST BETONT WICHTIGKEIT DER PRIESTERAUSBILDUNG
Es sei wichtig, sie mit Weisheit in ein tieferes geistliches Leben zu führen.
Vatikan (www.kath.net, CWNews)
Mit Effizienz und Hingabe sollten die jungen Priester ihren Dienst erfüllen. Diesen Wunsch formulierte Papst Johannes Paul II. am 2. Juli gegenüber den Bischöfen von Peru bei deren Ad-Limina-Besuch. Es gäbe viele wichtige Aufgaben, wie den Kampf gegen die Armut und den Schutz der Familie und des menschlichen Lebens; besonderes Augenmerk sollten die Bischöfe jedoch auf ihre Seminare und die Ausbildung und Formung neuer Priester legen. Neben der Förderung der menschlichen Reife der Kandidaten, damit sie sich mit vollem Bewusstsein und Verantwortung in den Dienst an Gott und der Kirche stellen können, ist es auch wichtig, sie mit Weisheit in ein tieferes geistliches Leben zu führen, sagte der Papst.
Den Seminaristen müsse ein klares und umfassendes Verständnis davon gegeben werden, was es bedeutet, Jesus ohne Vorbehalte im priesterlichen Dienst und im geweihten Leben, zu folgen. Johannes Paul II. betonte, dass auch ein aktives Zeugnis aller Kirchenführer für die Bedeutung der Familie gefordert wäre. Die Familie ist die originäre und fundamentale Zelle der Gesellschaft. Die Notwendigkeit für ein aktives Eintreten für die Familie und eine Zeugenschaft für ihre Wichtigkeit sei besonders in einer Zeit wichtig, in der opportunistische Projekte, die gegen das Leben stehen, angepriesen werden und der Ruf zur ehelichen Treue unterdrückt wird.
URL: http://www.kath.net/detail.php?id=2879
Auf KATH.NET seit dem: 07. 07. 2002 13:44 Uhr
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Vatikan (www.kath.net/RV/F)
Der Papst hat heute eine Botschaft zum Welttag der geistlichen Berufe veröffentlicht. Dies berichtet Radio Vatikan. Darin schreibt das Kirchenoberhaupt, dass die Männer und Frauen unserer Zeit Durst nach dem Wort Gottes haben und dass die Kirche dringend Reiseführer für dem Weg zur Heiligkeit sucht. Der Papst , wendet sich vor allem an einen Kongress zu Berufungen, der gerade im kanadischen Montreal begonnen hat. Der Papst spricht zwar von der Vielfalt dieser Berufung, aber er macht auch klar, dass es vor allem um die Priester geht. Ohne Priester keine Kirche, so Johannes Paul II., die Förderung von Priesterberufungen habe daher völlige Priorität.
Mangel herrsche nicht an solchen Berufungen, aber häufig werde der Ruf des Herrn von der lauten Welt der Moderne übertönt, das lenke viele junge Leute von ihrem eigentlichen Lebensziel ab. Johannes Paul II. wörtlich: „Wir müssen eine Atmosphäre schaffen, die die jungen Leute anspricht. Beispiele müssen ihnen die Größe, das Geheimnis, das Glück des Priesterberufs vor Augen führen. Zum Glück gebe es ja gerade in neuen, noch jungen kirchlichen Gemeinschaften oft geradezu eine Blüte an Berufungen. Womit der Papst bei den verschiedenen Formen des gottgeweihten Lebens ist, vor allem beim Ordensleben: Das gehöre zwar nicht direkt zur hierarchischen Struktur der Kirche - aber es schaffe diese gewisse christliche Atmosphäre, die - so Johannes Paul II. - Wachstum und Heiligkeit beim Volk Gottes ermuntert. In einer solchen Atmosphäre könnten auch heutzutage junge Leute noch ohne Druck eine freie Antwort auf den Ruf Jesu geben.
URL: http://www.kath.net/detail.php?id=2328
Auf KATH.NET seit dem: 21. 04. 2002 17:34 Uhr
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PAPST:
BERUFUGSPASTORAL VOR ALLEM VON PRIESTERN SELBST ABHÄNGIG
Je mehr Laien ihre Berufungen leben, umso mehr Priester werden gebraucht
Vatikan (www.kath.net)
Je mehr Laien großherzig ihre Berufungen leben, umso mehr Priester werden auch gebraucht. Dies sagte der Papst am Donnerstag bei dem jährlich stattfinden Empfang für die römischen Priester. Der Priestermangel in vielen Gebieten zeige die Notwendigkeit nach beständigen Gebet für Priesterberufungen.
Der Papst sagte auch, dass solch ein Mangel oft in Diözesen und Ländern vorherrsche, in denen die Intensivität des Glaubens und der spirituellen Leidenschaft abnimmt. Der Papst meinte weiters: Geben wir uns nicht zufrieden mit der Erklärung, der Mangel an Priesterberufungen werde doch kompensiert durch den stärkeren apostolischen Einsatz der Laien, oder er wäre sogar von Gott gewollt, um die Laien zu stärken. Im Gegenteil.
Und der Papst sagte außerdem, dass die Berufungspastoral vor allem auch von den Priestern selbst abhänge.
Es ist klar, dass die Berufungspastoral , wenn es um den priesterlichen Dienst geht, in besonderer Weise uns selbst betrifft.
Sie ist in erster Linie unserem Gebet anvertraut, unserem Dienst, aber auch unserem persönlichen Lebenszeugnis.
Es ist kaum möglich, dass eine Berufung zum Priester ohne lebendige Beziehung zu einer Priesterpersönlichkeit geschehen könne, oder gar ohne persönliche Begegnung zu ihm bzw. ohne das Erlebnis seiner Freundschaft und erst recht nicht ohne seine geduldige und doch eifrige Aufmerksamkeit bzw. ohne seine geistliche Führung.
Der Papst sprach auch davon, dass Priester mit mürrischem Gesicht und Manager-Attitüden nicht zur Nachahmung einladen. Wenn junge Leute sehen, dass ihre Priester sich mit zuviel Dingen beschäftigen, immer jammern und klagen, das Gebet und ihre eigentlichen Aufgaben jedoch vernachlässigen - wieso sollten sie dann vom Priesteramt fasziniert sein?
Auch das Gebet um Berufungen dürfe nicht einfach ein Ausdruck von Resignation sein - als hätten wir schon alles für Berufungen getan, und jetzt bliebe nichts als beten. Gebet heißt nicht, dass man das Problem an Gott weiterdelegiert, damit er etwas tut und nicht wir.
URL: http://www.kath.net/detail.php?id=1827
Auf KATH.NET seit dem: 15. 02. 2002 13:13 Uhr
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PAPST: KOMPLEMENTARITÄT, NICHT GLEICHHEIT ZWISCHEN PRIESTERN UND LAIEN
Johannes Paul II. übt Kritik an falscher Interpretation des 2. Vatikanums in Bezug auf die Rolle der Laien
Ermahnung auch an Klerus: Zuerst und hauptsächlich seid ihr Priester
Vatikan (www.kath.net )
Papst Johannes Paul II. hat am Dienstag anlässlich des Ad-Limina-Besuchs der Bischöfe der Antillen davor gewarnt, dass die Rolle der katholischen Laien und des Priestertums durcheinandergebracht werden. Priester und Laien handeln komplementär, so der Papst. Er meinte weiters, dass einige Verwirrung in dieser Sache durch eine falsche Interpretation des 2. Vatikanums entstanden sei. Was das Konzil in Bezug auf den essentiellen säkularen Charakter der Laienberufung lehrt, wird sehr oft vernachlässigt. Das Engagement der Laien wird eine Form des Klerikalismus, wenn die sakramentale und liturgische Rolle, die dem Priester zusteht, von den Laien übernommen wird, hob der Papst hervor und verwies darauf, dass der erste Platz zur Ausübung der Laien-Berufung die Welt der Wirtschaft, des Sozialen, der Politik und der Kultur sei. Es ist in dieser Welt, in der Laien aufgerufen sind, ihr Tauf-Berufung zu leben. Das Engagement der Laien, so Papst weiters, wird politisiert, wenn die Laien von der Ausübung von \'Macht\' innerhalb der Kirche absorbiert wird Dies passiert, wenn die Kirche nicht mehr im Terminus des \'Geheimnis\' der Gnade gesehen wird, die sie kennzeichnet, sonder nur mehr in soziologischen oder politischen Termini betrachtet wird.
Auch die Priester selbst wurden vom Papst ermahnt und an die erste Berufung erinnert. Zuerst und hauptsächlich seid ihr Priester: keine leitenden Firmenangestellten, keine Business-Manager, keine Finanzbeamte oder Bürokraten, sonder Priester. Johannes Paul II. verwies auch darauf, dass dies auch Opferbereitschaft bedeutet, weil dies die Essenz des Priestertums ist. Der Papst verteidigte weiters auch die griechisch-lateinische Wurzeln des Christentums und verwahrte sich dagegen, dass durch eine Inkulturation des Evangeliums einfach die lokale Kultur an die Stelle dieser christlichen Ursprungskultur gesetzt werden könne.
Die Kirche, so der Papst, ist dazu aufgerufen, die absolute und universale Wahrheit in der Welt zu verkündigen, in einer Zeit, in der in vielen Kulturen eine tiefe Ungewissheit darüber herrscht, ob so eine Wahrheit überhaupt existieren könnte. Daher muss die Kirche auf eine Art und Weise reden, die den authentischen Zeugen ausmacht. Der Papst verwies dabei auf seinen Vorgänger Paul VI., der vier Qualitäten feststellte, die ein Zeuge ausmacht: perspicuitas (Klarheit) , lenitas (Menschlichkeit), fiducia (Vertrauen) und prudentia (Umsicht). Johannes Paul II. unterstrich, was es bedeute mit Klarheit zu sprechen : Nämlich, dass wir nachvollziehbar die Wahrheit der Offenbarung und der Lehre der Kirche, die aus dieser kommt, erklären.
KATH.NET-Diskussion - Priester und Laien
URL: http://www.kath.net/detail.php?id=2451
Auf KATH.NET seit dem: 08. 05. 2002 12:52 Uhr
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KARDINAL SCHÖNBORN: KIRCHE UND GESELLSCHAFT MÜSSEN BERUFUNGEN FÖRDERN
Ehe, Familie und Berufung standen im Mittelpunkt einer Pressekonferenz im Anschluss an die Sommervollversammlung der österreichischen Bischöfe.
Wien (www.kath.net)
Eine neue Armut im Beziehungsbereich konstatierte Kardinal Christoph Schönborn bei der Pressekonferenz im Anschluss an die Sommervollversammlung der österreichischen Bischöfe. Ehe und Familie stellten eines der Hauptthemen des Bischofs-Treffens in Mariazell vom 17. bis 19. Juni dar. Die Bischöfe seien sich bewusst, dass sich die Rahmenbedingungen für Ehe und Familie sehr verändert haben, sagte Schönborn, Vorsitzender der Österreichischen Bischofskonferenz. Offensichtlich bestehe eine Angst vor dem Eingehen dauerhafter Beziehungen. Dennoch sei bei jungen Menschen die Sehnsucht nach geglückten Beziehungen ungebrochen.
In Österreich gebe es in den einzelnen Diözesen sehr unterschiedliche Weisen der Ehevorbereitung und -begleitung. Geplant sei nun eine gründliche Bestandsaufnahme der bestehenden Initiativen sowie ein
Österreich weit verbindliches Grundprogramm der kirchlichen Ehevorbereitung. In einer materialistisch orientierten und erotisierten Gesellschaft sei es schwierig, den Menschen die kirchliche Lehre nahe zu bringen, sagte Schönborn. Wesentlich sei, dass hier nach Antworten nicht primär im Lehrbereich, sondern im Erfahrungsbereich gesucht werde. Paul VI. habe gesagt, dass heute nicht so sehr die Lehrer gefragt seien, sondern die Zeugen. Nur der Zeuge überzeugt. Die Brüchigkeit von Beziehungen und die Angst vor einer lebenslangen Bindung sei ein primär gesellschaftlicher Vorgang. Er stelle jedoch auch das Phänomen fest, dass es gerade bei jungen Leuten auch wieder die Bereitschaft zur größeren Familie gebe.
Die von zahlreichen Medien breit getretene Rede vom historischen Tiefstand bei Neupriestern in Österreich kritisierte Schönborn. Es seien falsche Zahlen genannt worden. Heuer gebe es in Österreich 18 neue Diözesanpriester und 24 Ordenspriester, wobei für letztere Gruppe die endgültigen Zahlen noch nicht feststehen. Die Situation sei ernst, historische Tiefstände habe es jedoch zu allen Zeiten gegeben. Die Frage sei, wie es zu diesem Mangel an geistlichen Berufungen komme. Ich bin überzeugt, dass sehr viele junge Menschen eine Berufung spüren, dass ihnen aber zu wenig Mut gemacht wird, betonte Schönborn. Dies sei in anderen Ländern ganz anders. Wird ein junger Mensch, der in sich eine Berufung spürt, ermutigt, oder wird er marginalisiert durch ein Negativbild, das übertrieben gepflegt wird?, fragte Schönborn.
Dies sei auch eine Anfrage an die Kirche. Oft werde er in Pfarren gefragt, wann er denn einen Priester schicke. Wann haben sie uns den letzten Seminaristen geschickt?, frage er zurück. Auch Pfarrgemeinden müssten sich die Frage stellen, ob sie tatsächlich wollen, dass einer aus ihrer Gemeinde Priester, dass eine aus ihrer Gemeinde Ordensfrau wird. Solange wir nicht aufwachen, wird uns Gott ,aushungern\', bis wir aufwachen!, sagte Schönborn wörtlich. Die Anfrage sei jedoch auch an die Gesellschaft zu richten. Bei uns ist es kein gesellschaftlicher Aufstieg, Priester zu werden, stellte Schönborn fest. Seiner Auffassung nach werde es erst wieder genügend Priesternachwuchs geben, wenn in der Gesellschaft die Wertschätzung für diesen Dienst wieder steigt. Diese Trendwende könne nicht produziert werden. Der Priestermangel sei jedoch eine massive Anfrage an die Gesellschaft in Form der Frage: Was ist uns wichtig? Es müsse deutlich werden, dass auch Psychotherapeuten - deren Dienst gut und wertvoll sei - nicht alles tun können.
Zu den Zahlen bemerkte Schönborn weiters, dass es in Europa nicht nur diesen Negativtrend gebe, sondern in Metropolen wie Paris, Rom oder Madrid genau die umgekehrte Tendenz festzustellen sei. Überhaupt herrsche - gemessen an der Situation der Weltkirche - kein Priestermangel in Österreich. So gebe es etwa in Frankreich im ländlichen Gebiet viel weniger Priester. Er kenne einen 73-jährigen Pfarrer, der 17 Kirchtürme zu betreuen hätte.
Zur Berufungspastoral meinte Schönborn, dass er ein Wien seit zwei Jahren einen Priester freigestellt habe, der für die Begleitung von Berufungen zuständig ist. Ein Experiment sei auch der Versuch in Wien, dass die Wiener Priesterseminaristen nur mehr eineinhalb Tage pro Woche im Seminar - das entgegen anders lautender Medienberichte nicht aufgelöst wird - verbringen und ansonsten in verschiedenen Pfarren mit leben. Ob das Experiment greift, kann ich noch nicht sagen, meinte Schönborn. In Paris, wo das Modell seit 20 Jahren läuft, sei es eine große Erfolgsstory gewesen. Grundsätzlich müsse die Ausbildung heute viel mehr personalisiert und auf die Bedürfnisse des einzelnen zugeschnitten werden.
Auf die Fälle von Kindesmissbrauch durch Kleriker angesprochen, betonte der Wiener Kardinal, dass Wahrhaftigkeit, Klarheit und Transparenz wesentlich seien. Die österreichische Kirche habe deutliche Signale gesetzt, etwa mit Ombudsstellen in verschiedenen Diözesen. So könne verloren gegangenes Vertrauen wieder gewonnen werden. Glaubwürdigkeit sei eine der Voraussetzungen für die Attraktivität des Priesterberufs.
NACHFOLGERIN VON MUTTER THERESA: ES FEHLT UNS NICHT AN BERUFUNGEN
Interview mit Schwester Nirmala, Oberin der Missionarinnen der Nächstenliebe
Kalkutta (kath.net/www.zenit.org)
Schwester Nirmala (67 Jahre alt) ist seit März 1997 Nachfolgerin von Mutter Theresa von Kalkutta, deren Seligsprechungsprozess in seiner Diözesanphase bereits abgeschlossen ist.
Sie steht nun den 4000 Missionarinnen der Nächstenliebe vor, von denen allein in Kalkutta 200 tätig sind. Dort hatte Mutter Theresa ihre Kongregation im Dienste der Armen der Welt auch gegründet. 679 Häuser betreiben sie überall auf der Welt, von denen alleine 85 nach dem Tode der Gründerin entstanden sind.
Die neue Oberin wurde 1934 in Ranchi, im indischen Bundesstaat Bihar geboren und ist nepalesischer Herkunft. Im Alter von 24 Jahren hörte Nirmala zum ersten
Mal von Mutter Theresa. Und seit ihrer persönlichen Begegnung mit der Ordensgründerin reifte langsam aber sicher ihre Entscheidung heran, vom Hinduismus zum Christentum überzutreten. Die diplomierte Politologin war vor ihrem Eintritt einige Jahre als Anwältin tätig. Als Schwester Nirvala diente sie zuerst in Panama, später in verschiedenen europäischen Ländern und zum Schluss in Washington.
Das Haus der Missionarinnen der Nächstenliebe befindet sich in einer kleinen Gasse, die auf eine verkehrsreiche Strasse führt. Der unaufhörliche Straßenlärm scheint jedoch vor dem weißen Marmor des Grabes von Mutter Theresa wie durch Zauberhand zu verstummen.
Blumen, eine Art ewiges Lichtlein und ein großer Rosenkranz aus Marmor schmücken das Grab. Der Epitaph lautet: Liebet einander, wie ich euch geliebt habe.
Sie ist immer unter uns, auf geistige Weise natürlich, sie ist nur umgezogen von der Erde in den Himmel, so drückt es Schwester Nirmala aus.
Frage: Was hat sich seit dem Tod von Mutter Theresa geändert?
Schwester Nirmala: Die Gnade Gottes ist weiterhin mit uns, Gott steht uns durch seine Gnade bei und beschützt uns.
Frage: Mangelt es ihnen an Berufungen?
Schwester Nirmala: Im Gegenteil, es mangelt uns ganz und gar nicht an neuen Berufungen. Dennoch bitten und beten wir, dass sie immer zahlreicher werden.
Frage: Was kann man konkret tun, um ihnen bei ihren Aktivitäten für die Armen zu helfen?
Schwester Nirmala: Hier fehlt es den Menschen wirklich an allem, doch wir bitten die Wohltäter um nichts, denn wir wissen, dass alle die es vermögen, spontan und großzügig geben. Gott weiß ja das Herz der Menschen zu rühren und die Früchte sehen wir ja auch.
Frage: In einigen westlichen Ländern herrschen Nachwuchsprobleme, warum?
Schwester Nirmala: Die Geburten sind in einigen dieser Länder stark zurückgegangen und auch die Familie vermag es nicht mehr, gewisse Werte zu vermitteln. Berufungen entstehen zuhause, doch im Westen sind zu viele Familien zerstört.
Frage: Ist das in Indien anders?
Schwester Nirmala: Die indische Familie ist eben viel mehr eins untereinander.
Frage: Wie können Menschen guten Willens diesem von Gewalt, Krieg und der großen internationalen Krise gezeichneten Augenblick reagieren?
Schwester Nirmala: Indem sie mehr beten, mehr lieben und lernen, die Rechte der anderen zu achten.
URL: http://www.kath.net/detail.php?id=2333
Auf KATH.NET seit dem: 21. 04. 2002 17:42 Uhr
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BRASILIEN:
IMMER MEHR PRIESTERANWÄRTER
In Brasilien wollen immer mehr junge Männer Priester werden.
Brasilien (kath.net/KiN)
Das sagte der Erzbischof der im Nordosten des Landes gelegenen Diözese Aracaju, Dom José Palmeira Lessa, gegenüber dem internationalen katholischen Hilfswerk „Kirche in Not/Ostpriesterhilfe“. Zur Zeit gebe es mehr als achttausend Seminaristen, so viele wie nie zuvor in der Geschichte, heißt es in einer in München veröffentlichten Meldung es Hilfswerks.
„Selbst unter den Ärmsten, die in den Elendsvierteln des Landes leben müssen, steigt die Zahl der Berufungen beträchtlich“, teilte Lessa mit. Auch lassen sich, dem Erzbischof zufolge immer mehr Universitätsabsolventen, ohne einen geistlichen Beruf zu ergreifen, für ein Leben in den Armenvierteln weihen. Darunter seien auch viele Frauen. In jedem Gottesdienst, der in seiner Diözese gefeiert wird, müsse auf Anordnung Lessas für Priesterberufungen gebetet werden.
URL: http://www.kath.net/detail.php?id=1892
Auf KATH.NET seit dem: 24. 02. 2002 17:55 Uhr
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WELTWEIT WÄCHST DIE ZAHL DER KATHOLISCHEN PRIESTERSTUDENTEN
Weihbischof Schwarz: Zahl der Seminaristen in Ländern des Südens hat sich verdoppelt
Schuld des Priestermangels in Europa liegt beim Zeitgeist
Wien (kath.net/PEW)
Weltweit wächst die Zahl der Priesteramtskandidaten in der katholischen Kirche: Dies betonte am Donnerstag Weihbischof Ludwig Schwarz - der auch Nationaldirektor von Missio-Austria (Päpstliche Missionswerke in Österreich) ist - bei einer Pressekonferenz in Wien. Missio sammelt am 6. Jänner bei allen Gottesdiensten für die Ausbildung von Priesteramtskandidaten in Afrika, Asien, Lateinamerika und Ozeanien. Der 6. Jänner - das Hochfest der Erscheinung des Herrn (Epiphanie) - ist das älteste Missionsfest der katholischen Kirche.
Bischof Schwarz sagte, in den letzten Jahren habe sich die Zahl der Priesteramtskandidaten in den Ländern des Südens verdoppelt. Das ist eine sehr erfreuliche Entwicklung und so gesehen sind unsere Probleme in Österreich und Europa nur Randprobleme, so der Weihbischof wörtlich. Es schmerze ihn, wenn er immer wieder erfahre, dass in den Entwicklungsländern junge Männer von Bischöfen abgewiesen würden, weil keine ausreichenden finanziellen Mittel für das Priesterseminar vorhanden sind.
Priestermangel: Neue Wege gefragt
Zum Priestermangel in Europa meinte Schwarz, dass die Schuld daran nicht bei der Kirche, sondern beim Zeitgeist liege. Die Gesellschaft sei in höchstem Maße säkularisiert, christliche Familien und Pfarrgemeinden seien nicht mehr tragende Elemente der Gesellschaft. So sei es kein Wunder, dass es auch immer weniger Priester gebe. Es gehe darum, neue Wege zu suchen, unterstrich Schwarz, der sich durchaus optimistisch zeigte, denn Gottes Geist trifft in großen Notzeiten immer wieder Gegenmaßnahmen. Das sei zum Beispiel auch in früheren Zeiten durch die Orden der Franziskaner und Dominikaner geschehen. Heute könnten die neuen religiösen Bewegungen (movimenti) diese Rolle übernehmen.
Menschen können immer nur das Umfeld für Berufungen schaffen. Die Berufung selbst ist immer Gnade Gottes, betonte Schwarz weiter. Dass der Priestermangel nicht nur eine Erscheinung der Gegenwart sei, zeige das Beispiel des heiligen Petrus Canisius, der im 16. Jahrhundert in Wien wirkte und geklagt habe, dass in 17 Jahren nur ein einziger junger Mann zum Priester geweiht worden sei.
Österreich betreut 5.000 Priesterstudenten
Die Missio-Sammlung am 6. Jänner hat eine lange Tradition. Schon 1890 habe Papst Leo XIII. die Kollekte dieses Tages für den Freikauf von Sklaven in Afrika zweckgebunden, berichtete Schwarz. 1923 wurde die Bestimmung der Sammlung im Hinblick auf die Ausbildung von Priesteramtskandidaten in Ländern des Südens definiert. Im Vorjahr spendeten die österreichischen Katholiken am 6. Jänner knapp 945.000 Euro (13 Millionen Schilling).
Neben der Sammlung am 6. Jänner betreut Missio mit der Aktion Priesterausbildung 78 Priesterseminare in 32 Ländern des Südens. Insgesamt werden mehr als 5.000 Priesterstudenten von Österreich aus begleitet. Einzelne Spender, kleine Gruppen oder ganze Pfarrgemeinden finanzieren einem Priesteramtskandidaten vier Jahre seines Studiums. Das Ausbildungsstipendium für einen Studenten beträgt pro Jahr 570 Euro (7.843 Schilling).
URL: http://www.kath.net/detail.php?id=1477
Auf KATH.NET seit dem: 25. 02. 2002 1:09 Uhr
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Säkularisierung erfordert Priester mit \'radikalem Glauben\'
Papst legt den Seminaristen Schweigen und Gebet ans Herz
Vatikan (kath.net/Zenit.org)
Je mehr die Gesellschaft entchristlicht wird, desto mehr braucht sie Priester mit radikalem Glauben, sagte der Papst am Montag bei der Audienz für die Priesteramtskandidaten des italienischen Seminars des hl. Pius X. der Erzdiözese Catanzaro anlässlich des 90. Jahrestages seiner Gründung. Erste Bedingung der zum Priestertum berufenen ist eine radikale Liebe zu Christus. Das Adjektiv radikal wiederholte der Heilige Vater mehrmals während der Audienz.
Vor allem in unserer heutigen vom Phänomen der Säkularisierung gezeichneten Gesellschaft bedarf es klarer Vorhaben und eines festen Willens, der direkt aus den genuinen Quellen des Evangeliums hervorgeht, so der Heilige Vater.
Je mehr die Leute entchristlicht werden, je mehr Unsicherheit und Gleichgültigkeit um sich greift, desto mehr müssen sie in der Person des Priesters diesen radikalen Glauben sehen können, der wie ein Leuchtturm in der Nacht oder wie ein Fels ist, an dem man sich festhält.
Die heutigen Herausforderungen an die Kirche hinsichtlich der Priesterausbildung besteht dem Papst zufolge in der Fähigkeit, diesen jungen Leuten einen reellen und engagierten Glaubensweg zu weisen, bei dem nichts selbstverständlich ist, damit sie in der Lage sein werden, in Wahrheit das Mysterium der Person Jesu anzunehmen.
Das heißt, in ihm den Sohn des lebendigen Gottes und den Herrn der Geschichte zu erkennen und ihm immer intensiver zu folgen, betonte der Papst.
Um dieses Ziel zu erreichen legte der Papst den zukünftigen Priestern die Erfahrung des Schweigens und des Gebetes ans Herz, welche den angemessenen Horizont öffnet, vor dem authentische eifrige und konsequente Kenntnis des Mysteriums Jesu reifen und sich entwickeln kann, der aus Liebe Mensch geworden ist.
In diesem Zusammenhang wies er auf die Bedeutung der akademischen Ausbildung der künftigen Priester hin, die ein Instrument für weise und wissenschaftliche Kenntnis sein muss, um das ganze Gebäude der spirituellen und pastoralen Ausbildung der künftigen Presbyter zu vertiefen und konsolidieren.
Diese Zeit der Ausbildung wird so eine besondere Zeit der Stille und des Harrens, der Armut und Gemeinschaft, der Gottessuche und Liebe zu den Brüdern sein, insbesondere letzteres bringt im Priesterseminar Kirche in privilegierter Weise zum Ausdruck.
URL: http://www.kath.net/detail.php?id=2091
Auf KATH.NET seit dem: 20. 03. 2002 23:53 Uhr
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